Häufig gestellte Fragen
Kindergarten-Alltag
Ja, die Kinder sind jeden Tag draußen. Der Wald bietet oft Schutz vor extremen Witterungen. Solange keine gefährliche Witterung besteht, wie z.B. starker Schneefall, Sturm oder sehr kalte Temperaturen (ab -10 Celsius), können die Kinder in geeigneter Kleidung jedes Wetter erleben. Bei gefährlichem Wetter sind die Kinder an/in der Hütte.
Es ist kein Grund nicht in den Waldkindergarten zu kommen, wenn ein Kind noch nicht trocken ist. Wenn die Gruppe im Wald ist, kommt die tragbare Toilette — „Heinrich" genannt — mit in den Wald. An der Hütte gibt es eine normale Toilette. Zum Händewaschen wird ein Campingbehälter mit Frischwasser mitgeführt.
Jein! Die Kinder erleben grundsätzlich jedes Wetter. Bei sehr unbeständigem Wetter halten sich die Kinder in Hüttennähe auf. Bei extremer Witterung sind alle in der Schutzhütte. So können die Kinder das ganze Jahr über die Natur mit Freude und Neugierde erleben.
Nein. Forscher haben festgestellt, dass die Krankheitsfälle im herkömmlichen Kindergarten bei 8% lagen, im Waldkindergarten bei unter 3%.
Aus medizinischer Sicht ist der regelmäßige Aufenthalt in der Natur eine Notwendigkeit. Das körpereigene Immunsystem wird gestärkt und die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten verringert. Die Bewegung auf unebenem Grund kräftigt die Muskulatur und fördert die Körperbeherrschung.
Umgang mit Risiken
Nein! Der Gefahr eines Zeckenbisses ist jeder ausgesetzt, der sich in der freien Natur aufhält. Deshalb ist es sinnvoll sich über helle, geschlossene Kleidung zu schützen. Im Falle eines Zeckenbisses wird die Zecke sofort entfernt und die Bissstelle markiert.
Um eine Infektion über den Fuchsbandwurm zu vermeiden, werden vor jedem Vesper die Hände gründlich gewaschen. Es ist den Kindern untersagt, irgendetwas aus dem Wald zu pflücken und zu essen.
Die pädagogischen Fachkräfte meiden Plätze, an denen ein hohes Aufkommen von Giftpflanzen ist. Auch hier greift unser Regelwerk, nichts aus dem Wald essen zu dürfen.
Ja, über ein Mobiltelefon kann bei Bedarf sofort ein Arzt verständigt werden. Die Waldplätze sind vom Rettungsdienst erreichbar. Die pädagogischen Fachkräfte führen einen geeigneten Erste-Hilfe-Koffer mit.